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Schenken mit Gegenleistung? - Organspenden nur mit...

Dr. ...
Dr. ...
Allgemeine Pathologie, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)


Schenken mit Gegenleistung? - Organspenden nur mit Eigennutz ?!

In unserer Koalition wird gerade einmal wieder das Thema Organspende diskutiert. Man ist sich einig: die Spendenbereitschaft soll erhöht werden. Die Frage ist noch, wie das geschehen soll. Verschiedene Konzepte werden debattiert, darunter auch eines, in welchem ein potenzieller Organspender Vorteile gegenüber dem Nichtspender erzielt.

Demnach würde ein Patient mit Organspendeausweis auf einer Transplantationsliste nach oben rutschen, weil er ja selbst bereit ist zu geben. Eine quid pro quo Devise? Für den ein oder anderen Unschlüssigen ist das bestimmt ein Argument, sich für Organspende zu entscheiden. Dennoch finde ich diesen Gedanken absurd. Sagt es nicht schon der Name „Spende", dass es sich hier um etwas vollkommen Freiwilliges handeln sollte? Einen Akt aus Nächstenliebe und nicht aus Eigennutz. Ansonsten könnten wir auch gleich Geld gegen Organe tauschen.

Was meinen Sie: Ist so ein Konzept denkbar? Und wie bewegen wir in Deutschland mehr Leute zur Organspende?

Diskussion

1 Arzt beteiligt sich an dieser Diskussion, 8 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Neurologie

Schön und gut, dass man sich Gedanken darum macht, wie man die Spendenbereitschaft erhöhen kann. Doch dieses Konzept ist alles andere als der richtige Weg.

Es gilt zunächst Aufklärung zu betreiben. Viele Menschen in Deutschland haben schlichtweg Angst, dass sie mit Organspendeausweis schneller als tot erklärt werden als ohne. Mit diesem Mythos gehört aufgeräumt!

Desweiteren wird sich viel zu wenig mit dem Thema Organspende auseinander gesetzt. In 2/3 der EU-Länder findet die Widerspruchslösung Anwendung. Das bedeutet, dass jeder erst einmal als Organspender gilt, es sei denn er spricht sich dagegen aus. Finde ich persönlich wesentlich eleganter gelöst. Das ist so in Deutschland jedoch nicht denkbar. Es wird wohl wieder ein Gesetz in Richtung Entscheidungslösung geben. Selbst das betrachten ja viele unserer Mitbürger schon als eine Zumutung. Furchtbar, wenn man sich mit solchen Dingen schon zu Lebzeiten auseinandersetzen muss....

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Gesundheitspolitik,

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23