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Radiotherapie bei chronischen Gelenkschmerzen

Dr. ...
Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin


Radiotherapie bei chronischen Gelenkschmerzen

Ich habe eine Patientin mit chronischem Gelenkschmerz der gesamten Fingergelenke mit leichtem Kraftverlust.
Ist eine Radiotherapie in diesem Fall sinnvoll? Wenn ja, kennt jemand die Erfolgsrate?

Diskussion

8 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 66 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Abstimmungsergebnis

Haben Sie positive Erfahrungen mit Radiotherapie bei Gelenkschmerzen gemacht?

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2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Ich führte eine Radiotherapie bei 3 Patienten durch. Alle hatten eine deutliche Befundverbesserung. Rezidiv nach ca. 1 Jahr bei einem Patienten.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Radiotherapie ist einen Versuch wert. Die Erfolgsquote liegt geschätzt bei 50 %.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Innere Medizin

Bei gesicherter RA zunächst NSAR, später ggf. Cortison, MTX; physikalische Maßnahmen.
Bei Therapieresistenz ist u.a. Radiosynoviothese möglich. Erfolgsraten sind mir nicht bekannt.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Nuklearmedizin

Wir wenden die Radiosynoviorthese auch bei den Fingergelenken regelmäßig an und verwenden hierfür Er-169. Prof. Mödder, Praxis Köln hat die Erfahrungen auch für diese Form der RSO zusammengetragen bzw. publiziert. Hier ein paar Stichpunkte:
- MENKES 1974 1261 Fingegelenke ca. 55% gute bis sehr gute Erfolge
- TUBIANA 1979 63% gute bis sehr gute Erfolge
- BOUSSINA 1979 79% Excellentes bis gutes Ergebnis
- GUMPEL 1979 kein Vorteil gegenüber Prednisolon (hohe Volumina!)
- MÖDDER 1994 1789 Fingergelenke 95% gute Resultate

aus eigener Erfahrung ca. 70% gute Ergebnisse, teils auch durch Re-RSO erziehl

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Nuklearmedizin

Der Erfolg der RSO der Fingergelenke hängt sehr von der Versiertheit des RSO-Therapeuten und vom Destruktionsgrad der Gelenke zum Zeitpunkt der RSO ab. Versierter Nuklearmediziner + frühe Indikation = hohe Erfolgsrate.. Allerdings sollte gerade bei jüngeren Patienten mit Rheuma-Anamnese auch die Möglichkeit der TNF-Alpha-Blocker geprüft werden; diese wird in Deutschland aus Kostengründen oft vernachlässigt.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Zunächst sollte unbedingt die Ätiologie der Gelenschmerzen geklärt werden. Die 2-Phasen-Skelettszintigraphie entscheidet über Erfolgsaussichten einer Radiosynoviorthese. Aus eigener Erfahrung sind die Erfolge der RSO bei entzündlichen Erkrankungen deutlich besser als bei aktivierten Arthrosen.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Rheumatologie

Arthrosen sind streng genommen eine Kontraindikation für eine RSO, das schlechte Ansprechen erfahre ich immer wieder in meiner Sprechstunde.
Bei "echten" Rheumapatienten ist es sicher sinnvoll bei einem sonst mit Basistherapeutika gut eingestellten Patienten. Hier sollte es sich aber nur um ein, max. zwei Gelenke handeln. Bei mehr muß die Therapie überdacht werden.
Außerdem ist die frühe Artikulosynovektomie eine sehr effektive Alternative.

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

"aktivierte" arthrosen,auch der grösseren gelenke,können sehr wohl auch auf rö-bestrahlung ansprechen,vor radiosynoviorthese evtl.probatorisch

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Orthopädie und Unfallchirurgie, Rheumatologie, Radiologie allgemein

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
radiotherapie, kraftverlust, gelenkschmerz, fingergelenke

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23