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HRT bei Endometriumkarzinom

Dr. ...
Dr. ...
FA für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)
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HRT bei Endometriumkarzinom

Bei einem Workshop vor 14 Tagen wurde die Frage nach der Behandlung klimakterischer Beschwerden bei einer 38jährigen Frau mit Zust. N. Hysterektomie und bilateraler Adnexektomie wegen eines Endometriumkarzinoms gestellt. Die Referentenempfehlung schloss jegliche Hormongaben aus. Das Argument der der Lebensqualität zähle nicht.

Diskussion

6 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 46 Ärzte verfolgen diese Diskussion

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Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Bin selbst betroffene Kollegin, 39 J, ebenfalls HE + bds. Adnexektomie. Diese Frage interessiert mich sehr, da Remifemin so gut wie keine Wirkung zeigt. Es ist eine subjektiv empfundene Einschränkung der Lebensqualität, von einem zum anderen Tag den Hormonsturz von 100 auf 0 mitzuerleben und das ganze 10 - 15 Jahren vor der "natürlichen "Zeit. Hier wäre ich den Kolleginnen/en dankbar, wenn es eine Lösung gäbe, um im Alltag besser damit umgehen zu können.
Konkrete Frage: gilt das "Hormonverbot" strikt für alle Zelltypen oder unterscheidet man hier auch nach Histologie? Bei meinen Histobefunden konnte ich nicht den Hinweis auf Hormonrezeptorüberprüfung finden.
Gibt es hierzu Studien a) Mensch b) Tier?

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Ich tippe mal, es war kein gynäkologischer Onkologe, der so etwas vertritt. Es gibt hierzu in den AGO-Empfehlungen eine klare Aussage. Die Gabe von Gestagenen zu Linderung der Beschwerden ist ohne ungünstigen Effekt auf das Rezidivrisiko möglich und sollte daher den Patientinnen nicht vorenthalten werden (z.B. MPA bis 20mg/die)

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Testosteronpflaster ist eine von mir praktizierte Alternative bei klimakterischen Beschwerden und Libidoproblemen.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Gynäkologische Onkologie

Neben Gestagenen (MPA 20mg) sollten Sie an die Möglichkeit von Venlafaxin + Gabapentin (zur Kontrolle vegetativer Beschwerden) und lokalem Estradiol (niedrig dosiert und -nach Erholung des Vaginalepithels- nur 2x pro Woche) denken. Damit sollte eine deutliche Besserung aller subjektiven Beschwerden möglich sein.
Das durch den frühzeitigen Estrogenentzug erhöhte Osteoporoserisiko beachten: ggf. Knochendichtemessung (und Bisphosphonat, falls pos.), sonst alle andern wirksamen Maßnahmen: Sport mit Kraft-Anforderungen, Ca + Vit D3, kein Nikotin.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Warum Gestagene? Warum nicht gleich bioidentisches Progesteron? Utrogest, vaginal oder eine 3% Progesteroncreme 2x tgl am Innenarm/Ellenbeuge aufgetragen?????
Progesteron ist ohne NW und hat alle Vorteile des bioidentischen Hormons auch das Vegetativum wird positiv beeinflußt! Es ist u.a. antidepressiv, knochenaufbauend,notwendig zum Aufbau der Schwannschen Scheiden der Nervenzellen, wirkt sich positiv auf die Rheologie aus, auf den Herzrhythmus........ ich therapiere seit gut 10 Jahren so!! Nur mit positiven Ergebnissen und helfe gerne weiter.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Gynäkologische Onkologie, Allgemeine Gynäkologie

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
endometriumkarzinom, gestagene, hrt

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23