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Depressive Symptomatik mit Panikattacken 1 Jahr na...

Dr. ...
Dr. ...
Neurologie


Depressive Symptomatik mit Panikattacken 1 Jahr nach Beendigung langjährigen Drogenkonsums

23-jährige Patientin entwickelt abrupt depressive Symptomatik mit Derealisation und Depersonalisation, massivem Dauerschwindel, hypochondrischen Befürchtungen, Panikattacken und Hyperventilation, Antriebsschwäche, Schlafstörungen, depressive Stimmung, Appetitlosigkeit, Libidoverlust und Anhedonie 1 Jahr nach Beendigung eines langjährigen Drogenkonsums (Speed + Ecstasy), aber unter Beibehaltung eines regelmäßigen Cannabisabusus. Ist eine Drogenpsychose nach einem Jahr noch wahrscheinlich (bei untypischer Symptomatik) oder sollte das Krankheitsgeschehen bei durchaus vorliegenden Konfliktsituationen (familiär) als völlig unabhändig vom Drogenkonsum gewertet werden?

Diagnosen: F 32.11 (G); F 19.2 (Z); F 60.31 (V) (aus Anamnese)

Diskussion

1 Arzt beteiligt sich an dieser Diskussion, 24 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Abstimmungsergebnis

Sind Sie der Meinung, dass das momentane Krankheitsgeschehen noch mit dem Drogenkonsum zusammenhängt?

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2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Psychiatrie und Psychotherapie

Solange der Pat. seinen regelmäßigen Cannabiskonsum aufrecht erhält, ist ihm nicht zu helfen. Primär wäre also diesbez. Abstinenzmotivation aufzubauen, wenn Sie sich nicht zum Mitantreiber des geschehens machen wollen. - Es gibt leider auch unter Kollegn eine zunehmende Tendenz, Cannabis zu verharmlosen. Das Risiko an einer Psychose zu erkranken wird durch regelmäßigen Cannabiskonsum VERSECHSFACHT, wie schon eine STudie in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts an schwedischen Rekruten nachgewiesen hat ! - Ich habe einen ähnlichen Fall eines LZ-Drogenabh., der unter Substitution mittlerweile von Cannabis und Alkohol abstinent ist. Der profitiert sehr gut von Mirtazapin, was er auch gut verträgt. Hier scheint es sich aber um eine 'Störung mit großem inszenierungsbedarf' zu handeln, eher weniger um eine Psychose.
Die schweren Persönlichkeitsstörungen lassen sich aber nur bei Cannabisabstinenz behandeln.
Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen
J.Elz-Fianda

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurde folgendes Fachgebiet zugeordnet:
Suchtmedizin

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
anhedonie, drogenpsychose, depression

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23